Alpine Sicherheit

Sicher unterwegs im winterlichen Gelände

Verschneite Berge sind faszinierend, bringen aber besondere Gefahren mit sich. Eine gute Vorbereitung, die passende Sicherheitsausrüstung und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sind deshalb bei jeder Schneeschuhtour entscheidend.

Verhältnisse vorab prüfen

Informiere dich vor jeder Tour über den aktuellen Wetterbericht, die Schneelage und die Lawinenprognose. Beachte nicht nur die Gefahrenstufe, sondern auch die beschriebenen Gefahrenstellen, Höhenlagen und Hangrichtungen. Bedingungen können sich durch Wind, Schneefall oder steigende Temperaturen innerhalb kurzer Zeit verändern.

Route sorgfältig auswählen

Passe die Route an die aktuellen Verhältnisse sowie an Erfahrung und Fitness aller Teilnehmenden an. Markierte Winterwanderwege sind für den Einstieg meist die beste Wahl. Ungesichertes alpines Gelände erfordert fundierte Kenntnisse in Lawinenkunde, Orientierung und Tourenplanung.

Sicherheitsausrüstung mitführen

Im ungesicherten Gelände gehören ein Lawinenverschüttetensuchgerät, eine Schaufel und eine Sonde zur persönlichen Grundausrüstung. Alle Gruppenmitglieder müssen den Umgang damit beherrschen und das LVS-Gerät vor dem Start kontrollieren. Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Stirnlampe, Karte oder GPS-Gerät und ein Biwaksack gehören ebenfalls in den Rucksack.

Abstände und Gruppe im Blick behalten

Bleibt als Gruppe zusammen und stimmt Entscheidungen gemeinsam ab. In möglichen Gefahrenbereichen können Entlastungsabstände das Risiko reduzieren. Schlüsselstellen sollten einzeln passiert werden, während sich die übrigen Personen an einem sicheren Ort aufhalten.

Wetter und Zeit beobachten

Behalte während der Tour Wetterentwicklung, Sicht und Temperatur im Auge. Lege eine feste Umkehrzeit fest und kehre frühzeitig um, wenn sich Bedingungen verschlechtern, die Route schwieriger als erwartet ist oder sich jemand in der Gruppe unwohl fühlt.

Wissen schafft Sicherheit

Schneeschuhe bieten Halt und Auftrieb, schützen aber nicht vor Lawinen, Absturz oder Orientierungsverlust. Wer Touren abseits gesicherter Wege plant, sollte einen Lawinen- und Sicherheitskurs besuchen oder mit einer qualifizierten Bergführerin beziehungsweise einem qualifizierten Bergführer unterwegs sein.